Der interkommunale Breitbandausbau im Zweckverband „IKZ Murrhardt – Breitband Schwäbischer Wald“ erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein. In ihren jüngsten Sitzungen haben alle vier beteiligten Kommunen dem Nachtragsangebot zum geförderten Breitbandausbau zugestimmt und damit die Grundlage für die abschließende Umsetzung des Projekts geschaffen. Netzbetreiber und Auftragnehmer des Ausbaus ist die Telekom Deutschland GmbH.

Die Gemeinde Althütte fasste den entsprechenden Beschluss am 9. Dezember 2025. Die Stadt Murrhardt sowie die Gemeinde Großerlach stimmten dem Nachtrag am 11. Dezember 2025 zu. Mit dem Beschluss des Gemeinderats der Gemeinde Sulzbach an der Murr am 16. Dezember 2025 liegt nun die Zustimmung aller Vertragskommunen vor.

Gegenstand des Nachtrags ist zum einen die Einbeziehung zusätzlicher förderfähiger Adressen in das Ausbauprojekt. Im Laufe der Umsetzung wurden insgesamt 197 weitere Adressen identifiziert, die im ursprünglichen Förderantrag noch nicht enthalten waren, nun aber förderrechtlich berücksichtigt werden können. Für diese Erweiterung beläuft sich das Nachtragsangebot der Telekom Deutschland GmbH auf rund 1,9 Millionen Euro.

Zum anderen werden erhebliche Mehrkosten anerkannt, die während der Tiefbauarbeiten durch den Umgang mit kontaminiertem Bodenaushub entstanden sind. In mehreren Straßenabschnitten wurden belastete Materialien aus früheren Bau- und Sanierungsphasen festgestellt, die nach heutiger Rechtslage als gefährlicher Abfall einzustufen sind. Diese Materialien mussten aufwendig untersucht, getrennt ausgebaut und in dafür zugelassenen Fachanlagen entsorgt werden. Die hierfür von der Telekom Deutschland GmbH geltend gemachten Mehrkosten belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro.

Die Finanzierung des Nachtrags erfolgt zu einem sehr großen Teil durch Fördermittel von Bund und Land Baden-Württemberg. Der Bund stellt zusätzliche Mittel in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro bereit, das Land Baden-Württemberg ergänzt diese mit weiteren rund 1,8 Millionen Euro. Damit werden rund 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten des Nachtrags gefördert. Der verbleibende kommunale Eigenanteil beträgt insgesamt knapp 450.000 Euro und wird nach dem vereinbarten interkommunalen Verteilungsschlüssel auf die vier beteiligten Kommunen aufgeteilt.

Auch im Gesamtprojekt zeigt sich die hohe Bedeutung der Förderprogramme: Die Gesamtkosten des interkommunalen Breitbandausbaus belaufen sich auf rund 33 Millionen Euro. Davon werden über 26 Millionen Euro durch Fördermittel von Bund und Land getragen. Die verbleibenden Kosten entfallen auf kommunale Eigenanteile sowie nicht zuwendungsfähige Kostenanteile des Netzbetreibers Telekom Deutschland GmbH. Ohne diese umfassende Förderung wäre ein flächendeckender Glasfaserausbau insbesondere im ländlichen Raum nicht realisierbar.

Der geförderte Glasfaserausbau in Althütte, Murrhardt, Großerlach und Sulzbach an der Murr befindet sich inzwischen im technischen Abschlussstadium. In weiten Teilen sind Tiefbau und Leitungsverlegung abgeschlossen, fast alle Netzverteiler sind bereits in Betrieb. Ziel ist es, die bislang geplanten und beauftragten Adressen bis Anfang 2026 vollständig fertigzustellen und damit eine leistungsfähige und zukunftssichere digitale Infrastruktur für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen bereitzustellen.

Mit den nun gefassten Beschlüssen bekräftigen die vier Kommunen ihre enge Zusammenarbeit mit der Telekom Deutschland GmbH und ihr gemeinsames Ziel, die digitale Versorgung im Schwäbischen Wald nachhaltig zu verbessern.